Für „mehr Durchblick im OP“ wollen künftig einige der diesjährigen Preisträger des Innovationswettbewerbs zur Förderung der Medizintechnik sorgen, der jährlich durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) veranstaltet wird.
Prof. Erwin Keeve und sein interdisziplinäres Team vom Berliner Zentrum für Mechatronische Medizintechnik – einer gemeinsamen Einrichtung der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Fraunhofer Gesellschaft – entwickelten zusammen mit Klinikern um Prof. Bodo Hoffmeister, Prof. Norbert Haas und der Ziehm Imaging GmbH ein Röntgensystem, das nahtlos in den Ablauf einer Operation integriert werden kann.
Bislang musste ein chirurgischer Eingriff jedes Mal unterbrochen werden, um Zwischenergebnisse der Operation per Röntgendiagnostik beurteilen zu können. Das neue ORBIT- Röntgensystem ermöglicht es nun, die erforderliche dreidimensionale Bildaufnahme ohne Unterbrechung des operativen Eingriffs und bei freiem Zugang zum Patienten zu gewährleisten. Dadurch lässt sich die Lage von Instrumenten, Implantaten und Frakturfragmenten während der Operation besser kontrollieren. Viele belastende und kostspielige Folgeoperationen können so vermieden werden.
Die insgesamt 15 Gewinner des Wettbewerbs werden bei der Umsetzung ihrer innovativen Forschungsideen mit insgesamt 9,1 Millionen Euro vom BMBF unterstützt. Die Preisverleihung erfolgt am Donnerstag, den 28. Oktober auf dem Innovationsforum Medizintechnik in Berlin.
(Quelle: Charité Berlin, 28.10.2010)
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