Ines Kutzner, Wissenschaftlerin im Team „Instrumentierte Implantate“ am Julius Wolff Institut der Charité – Universitätsmedizin Berlin, ist für ihre Arbeit über Kniegelenkbelastungen im Alltag mit dem Themistocles-Gluck-Preis 2010 ausgezeichnet worden.
Es ist die höchste Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) für den Bereich des künstlichen Gelenkersatzes. Mit ihrer Arbeit veröffentlichte Kutzner den ersten umfassenden Datensatz zu real gemessenen Kräften im menschlichen Kniegelenk. Die Ergebnisse zeigen, dass das Gelenk im Alltag ständig hohen Belastungen ausgesetzt ist. Beim Treppensteigen beträgt die Belastung des einzelnen Kniegelenks etwa das Dreifache des eigenen Körpergewichts. Die von Kutzner gewonnen Daten sollen für die Überprüfung von Computermodellen, die die Gelenkbelastungen berechnen sowie die vorklinische Kontrolle von Implantaten genutzt werden. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie wird seit 2000 einmal im Jahr verliehen. Mit ihm werden innovative diagnostische oder anwendungstechnische Ideen auf dem Gebiet der künstlichen Gelenkimplantate ausgezeichnet.
(Quelle: Charité Berlin, 27.10.2010)
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