Die Charité – Universitätsmedizin Berlin wird von der José Carreras Leukämie-Stiftung in den nächsten drei Jahren mit 227.000 Euro für Forschungszwecke unterstützt.
Virologen und Hämatologen der Charité verwenden die Mittel zur Untersuchung der Wirksamkeit bestimmter Immunzellen, sogenannter Natürlicher Killerzellen. Diese werden vom Immunsystem als Reaktion auf Infektionen aktiviert. Auch bei Infektionen mit Zytomegalieviren und Adenoviren kommen sie zum Einsatz. Für gesunde Menschen sind diese Virusinfektionen allenfalls unangenehm und lästig. Für Patientinnen und Patienten mit Leukämie hingegen können diese Infektionen eine schwere, lebensbedrohliche Erkrankung hervorrufen. Insbesondere nach einer Stammzelltransplantation arbeitet das Immunsystem vorübergehend eingeschränkt und kann diese Viren nicht effizient bekämpfen. Die Wissenschaftler um Privatdozent Dr. Jörg Hofmann forschen an Alternativen zu derzeit üblichen, nur unzureichend wirksamen Medikamenten, die überdies mit schweren Nebenwirkungen verbunden sein können. Die Forscherinnen und Forscher untersuchen keine „Laborviren“, sondern Viren von betroffenen Patientinnen und Patienten. Ziel der Forschungen ist es, die Effektivität der Natürlichen Killerzellen im Kampf gegen diese Viren genau zu charakterisieren. So kann die individuell bestmögliche Kombination von Medikamenten und Immunzellen zur Bekämpfung der Virusinfektionen bei Empfängern von Stammzelltransplantaten gefunden werden.
(Quelle: Charité Berlin, 23.09.2010)
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