„Der gemeinsam vom Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg und der Bundeszahnärztekammer herausgegebene Report ’Rauchen und Mundgesundheit’ belegt nicht nur die nachhaltigen Auswirkungen des Rauchens auf die Mundgesundheit, sondern weist auf die Chancen und die Bedeutung des Zahnarztes beim Rauchstopp hin“, so Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) anlässlich des Weltnichtrauchertages 2010.
Die Mundhöhle als erste Eintrittspforte der Schadstoffe beim Rauchen zeigt mit einem deutlich erhöhten Risiko für Krebserkrankungen und vorzeitigem Zahnverlust durch Zahnbetterkrankungen (Parodontitis) unmittelbare Auswirkungen des Rauchens für den Patienten. Oesterreich empfiehlt in diesem Zusammenhang den Zahnarzt als Partner bei der Tabakentwöhnung: „Weil zwei Drittel der Jugendlichen und über drei Viertel der Erwachsenen regelmäßig den Zahnarzt aufsuchen, hat dieser auch die Möglichkeit bei der Tabakentwöhnung und der Tabakprävention viel zu bewirken.“ Damit hat das gesamte Praxisteam gute Voraussetzungen, um Patienten zum Rauchstopp zu motivieren und Erkrankungsrisiken zu minimieren. Der Report ’Rauchen und Mundgesundheit’ vermittelt nicht nur umfangreiches Wissen zu den Auswirkungen des Rauchens auf die Mundhöhle, sondern gibt dem zahnärztlichen Behandlungsteam entsprechende Interventionsstrategien bei der Entwöhnung an die Hand. Der Report fördert außerdem das gegenseitige Verständnis der medizinischen Fachdisziplinen und bildet eine Basis für das interdisziplinäre Vorgehen bei der Raucherberatung. Die Publikation kann im Internet unter www.tabakkontrolle.de und www.bzaek.de eingesehen werden.
(Quelle: Bundeszahnärztekammer, 27.05.2010)
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