Massiver Druck vom ersten Streiktag an: Die im Marburger Bund organisierten Ärztinnen und Ärzte an den kommunalen Kliniken haben diese Ankündigung heute wahrgemacht. Etwa 15.000 Ärzte an den Krankenhäusern der Städte und Gemeinden haben bereits am ersten Tag des unbefristeten Vollstreiks die Arbeit niedergelegt. Vom Arbeitskampf betroffen waren bundesweit mehr als 200 Klinikstandorte.
Am Nachmittag kommen streikende Ärzte aus allen Teilen des Bundesgebiets zu einer zentralen Demonstration und Kundgebung in München zusammen. Die Ärzte an den kommunalen Kliniken kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung ihrer Tages- und Nachtarbeit. Die Tarifverhandlungen zwischen dem Marburger Bund und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände waren am 8. April an der Blockadehaltung der Arbeitgeber gescheitert.
Für die Patienten in den betroffenen kommunalen Kliniken bedeutet der Streik, dass die Versorgung aller Notfälle und dringlichen Eingriffe wie sonst auch am Wochenende oder an Feiertagen gesichert ist. Verzögerungen wird es bei planbaren Operationen geben. Der Marburger Bund empfiehlt betroffenen Patienten, benachbarte Krankenhäuser in anderer Trägerschaft aufzusuchen, seien es kirchliche, private oder universitäre Kliniken.
(Quelle: Marburger Bund, 17.05.2010)
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