Die Mehrheitsverhältnisse bei Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) sollten in den Händen von Ärztinnen und Ärzten liegen. Das forderte Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) im Interview mit dem Informationsdienst der Bundesärztekammer BÄK INTERN.
„Freiberuflichkeit heißt, dass der Arzt seine medizinische Entscheidung für den Patienten in allererster Linie nach medizinischen und nicht nach betriebswirtschaftlichen Kriterien trifft.“ Große Kapitalgesellschaften, die im Klinikbereich tätig werden, agierten aber mitunter nach den Regeln des Kapitalmarktes und nicht nach dem Prinzip der Freiberuflichkeit. In unterversorgten Gebieten würden noch mehr MVZ gebraucht, um die Versorgung sicherzustellen. „Deswegen muss man genau darauf achten, dass das Positive an den Medizinischen Versorgungszentren erhalten bleibt“, so der Minister.
Zur Bekämpfung des Ärztemangels schlägt Rösler eine flexiblere Bedarfsplanung sowie eine Aufstockung der Medizin-Studienplätze vor. Auch sollten die Arbeitsbedingungen der Ärzte attraktiver gestaltet werden. „Dazu gehört, dass beispielsweise in Kliniken die Arbeitszeiten familienfreundlicher gestaltet werden. Gerade angesichts der Feminisierung des Arztberufes brauchen wir eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“
Weitere Themen der aktuellen BÄK INTERN-Ausgabe sind unter anderem die Tarifauseinandersetzung des Marburger Bundes mit der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände, ein Ausblick auf die Tagungsschwerpunkte des 113. Deutschen Ärztetages in Dresden sowie die Umsetzung des Bundesverfassungsgerichtsurteils zur Vorratsdatenspeicherung.
(Quelle: Bundesärztekammer, 04.05.2010)
Für Ärzte gibt es weltweilt Jobangebote:
Hier finden Sie Aktuelle Stellenangbote für Ärzte...
Hier können Sie in wenigen, einfachen Schritten eine neue Stellenanzeige aufgeben:
Sie sind schon Kunde bei uns? Dann gelangen Sie hier zu Ihrem Kundenbereich, um ihre Anzeigen zu verwalten oder sich als Arzt zu registrieren.