Bereits zum vierten Mal in Folge hat das Labor für Biofluidmechanik an der Charité – Universitätsmedizin Berlin den Innovationswettbewerb Medizintechnik 2009 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gewonnen.
In diesem Jahr haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre „Aufblasbare Bakteriensperre“ eingereicht. Dabei handelt es sich um eine neuartige Verschlusstechnik für Katheter, die gefährliche Infektionen verhindern kann. Ein Katheter ist ein Röhrchen oder ein Schlauch, mit dessen Hilfe beispielsweise Medikamente in die Blutbahn verabreicht werden können. Da sie eine direkte Verbindung zur Blutbahn darstellen, können Keime bisher leicht in die Körper der Patienten eindringen.
Die Idee des Charité-Teams überzeugte die Jury: Ein im Katheter integrierter aufblasbarer Ballon könnte dem Abhilfe schaffen, da dieser während der Nutzungspausen die Leitung vollständig ausfüllt. Den Bakterien wäre so der Zugang verwehrt, womit sie sich nicht ungehindert im Katheter vermehren und in die Blutbahn eindringen können. Der Preis ist mit 400.000 Euro dotiert. Das Team um Prof. Klaus Affeld kann mit diesen Mitteln bereits im nächsten Sommer mit den grundlegenden Forschungen beginnen. Sollten die Experimente und klinischen Studien erfolgreich verlaufen, kann diese künstliche Bakteriensperre bereits in fünf oder sechs Jahren zum Einsatz kommen.
(Quelle: Charité Berlin, 29.10.2009)
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