BÄK weist Kritik des Hartmannbundes zurück
Der Vorsitzende der Weiterbildungsgremien der Bundesärztekammer (BÄK), Dr. med. Hellmut Koch, hat Kritik des Hartmannbundes (HB) an der Online-Befragung von BÄK und Landesärztekammern zur Weiterbildungssituation in Deutschland zurückgewiesen. Der HB hatte die Rücklaufquote der Untersuchung zuvor als „enttäuschend“ bezeichnet und den Initiatoren in einer Pressemitteilung Verfahrensfehler vorgeworfen, diese jedoch nicht näher benannt.
In einem offenen Brief forderte Koch den Hartmannbund auf, sich „sachlich“ an der Diskussion zu beteiligen und junge Kolleginnen und Kollegen nicht durch „Fehlinformationen“ zu verunsichern. Er wies darauf hin, dass es in Deutschland kein gesetzliches Meldewesen für Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung gebe. „Allerdings ist es den Ärztekammern möglich, diese über die registrierten Weiterbildungsbefugten zu erreichen und systematisch zu erfassen.“ Diesen Weg habe man gewählt.
„Warum sich in der ersten Erhebungsphase unerwartet viele Befugte (60 %) aber nur 30 % der Weiterzubildenden beteiligt haben, wird die Bundesärztekammer im weiteren Projektverlauf untersuchen“, heißt es in dem Brief. Ziel sei es, ein möglichst umfassendes Bild von der Weiterbildungssituation in Deutschland zu erhalten.
(Quelle: Bundesärztekammer, 05.10.2009)
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