Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund und das Berliner Universitätsklinikum Charité werden an diesem Mittwoch (20. Mai) Tarifverhandlungen für die rund 2200 Ärztinnen und Ärzte aufnehmen. Der Marburger Bund fordert neben besseren Arbeitsbedingungen im Bereich der Fort- und Weiterbildung eine Erhöhung der Ärztegehälter im zweistelligen Prozentbereich und begründet dies mit besseren Einkommensmöglichkeiten an anderen Berliner Krankenhäusern.
„Spitzenmedizin an Europas größter Universitätsklinik kann nicht mit konkurrenzunfähigen Ärztegehältern sichergestellt werden. Die Charité steht deswegen in der Pflicht, mit dem Marburger Bund gemeinsam eine neue Entgelttabelle zu tarifieren, die den momentanen Rückstand ärztlicher Einkommen an der Charité schließt“, erklärte der Verhandlungsführer des MB, Lutz Hammerschlag.
Leitwährung bei den anstehenden Verhandlungen müsse der Tarifabschluss des Marburger Bundes mit dem Berliner Klinikkonzern Vivantes sein. Dort würden die Ärzte im Schnitt rund 11 Prozent mehr verdienen als die Mediziner an der Charité. Um einen wirkungsvollen Anreiz für eine ärztliche Tätigkeit an der Charité zu schaffen, müsse nach Meinung der Ärztegewerkschaft der Tarifvertrag für die rund 2200 Berliner Universitätsärzte „neue Maßstäbe“ setzen. Hammerschlag: „Wir reichen dem neuen Charitévorstand unsere Hand für faire und zügige Tarifverhandlungen.“ Gleichzeitig wies er jedoch auch auf die Bereitschaft der Ärzte hin, ihre Forderungen notfalls auch mit Arbeitskampfmaßnahmen durchzusetzen.
(Quelle: Marburger Bund, 19.05.2009)
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