Die Studiengruppe „Migration und Gesundheit“ an der Charité – Universitätsmedizin Berlin erhält 800 000 Euro von der VolkswagenStiftung. Prof. Andreas Heinz, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Campus Charité Mitte, und Prof. Uwe Koch, Institut für Medizinische Psychologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, leiten ein Forscherteam von unter anderem Psychiatern, Ethnologen und Soziologen aus Deutschland, der Türkei und Österreich.
Ziel des Projekts ist, zu klären, wie die Gesundheitsversorgung von Migranten mit psychischen Störungen in Deutschland aktuell aussieht. Die Arbeit wird im November 2009 beginnen. Zunächst möchten die Forscher herausfinden, wie häufig bestimmte psychische Krankheiten bei Menschen mit Migrationshintergrund auftreten. Hierzu wird besonders die türkischstämmige Bevölkerung in Berlin und Hamburg untersucht. Die Wissenschaftler wollen auch herausfinden, inwieweit kulturelle Barrieren Migranten daran hindern, ambulante oder stationäre psychiatrische Versorgungseinrichtungen aufzusuchen. Dies soll helfen, die Qualität der Einrichtungen im Hinblick auf migrationsspezifische Probleme zu verbessern. Schließlich haben die Forscher sich zum Ziel gesetzt, ein Trainingsprogramm für interkulturelle Kompetenz zu entwickeln und durchzuführen. Die Ergebnisse will die Studiengruppe bei einer internationalen Abschlusskonferenz im Jahr 2012 vorstellen.
(Quelle: Charité Berlin, 23.04.2009)
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