"Es ist höchste Zeit, dass Arbeitsbedingungen und Einkommen von hessischen Krankenhausärzten verbessert werden", erklärte der Präsident der Landesärztekammer Hessen, Dr. med. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach heute in Frankfurt. Er zeigte Verständnis für die seit Ende Februar andauernden Streikmaßnahmen des Marburger Bundes bei der Deutschen Rentenversicherung, deren vorläufiger Höhepunkt die heutige, zentrale Streikdemonstration in Bochum sein soll.
Auch in Hessen werden Reha-Kliniken bestreikt, um die Deutsche Rentenversicherung zu Tarifverhandlungen mit dem Marburger Bund zu bewegen.
"Arbeitgeber, die angestellten Kolleginnen und Kollegen arztfeindliche Arbeitsbedingungen, veraltete Tarifverträge sowie eine miserable Bezahlung zumuten und Angebote zur Aufnahme von Tarifverhandlungen ausschlagen, müssen mit Ärztestreiks rechnen", sagte von Knoblauch.
"Grundsätzlich gehört zur Würde des Menschen die Wertschätzung seiner Tätigkeit. Nur durch verbesserte berufliche Rahmenbedingungen, mehr Zeit für die Patientenversorgung und angemessene, leistungsgerechte Einkommen können wir auch in Zukunft Ärztinnen und Ärzte dazu motivieren, in Krankenhäusern und selbstständiger Niederlassung tätig zu sein", unterstrich der Ärztekammerpräsident.
(Quelle: Landesärztekammer Hessen, 19.03.2009)
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