Die zweite Runde der Tarifverhandlungen zwischen der Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder für die rund 22.000 Ärzte der 30 Universitätskliniken ist in Berlin ohne Ergebnisse zu Ende gegangen. „In einer konstruktiven Atmosphäre haben wir erneut über unsere Kernforderungen gesprochen. Um nun endlich auch erste Ergebnisse erzielen zu können, verlangen wir von den Arbeitgebern bei der nächsten Runde ein verhandlungsfähiges Angebot“, erklärte der Marburger Bund Verhandlungsführer Lutz Hammerschlag. Die dritte Verhandlungsrunde wird am 5. März in Düsseldorf stattfinden.
Die Ärztegewerkschaft fordert für die Mediziner der 30 Universitätskliniken unter anderem eine Gehaltssteigerung von durchschnittlich neun Prozent, eine umgehende Angleichung der Ostgehälter ans Westniveau und deutliche Erhöhungen der Zeitzuschläge für Überstunden, Nacht- und Samstagsarbeit. Hammerschlag: „Im Grunde warten die Universitätsärzte seit dem Jahr 2003 auf eine Gehaltserhöhung. Im Vergleich zu den Ärzteeinkommen an kommunalen und privaten Krankenhäusern sind die Gehälter der Uniärzte mehr als unbefriedigend.“ So werde beispielsweise ein Assistenzarzt in einem Haus der privaten Klinikkette Helios ab Mai sieben Prozent mehr verdienen als in einer Universitätsklinik. Gar nicht mehr akzeptabel sei zudem der Zeitzuschlag für Nachtarbeit, der in Unikliniken zurzeit bei 1,28 Euro je Stunde liegt.
(Quelle: Marburger Bund, 18.02.2009)
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