Carreras Leukämie-Stiftung fördert neues Forschungsprojekt am Universitätsklinikum Duisburg-Essen
An der Universität Duisburg-Essen starten Prof. Dr. Dietrich Beelen und Dr. Dr. Lambros Kordelas von der Klinik für Knochenmarktransplantation in Kooperation mit Frau Priv. Doz. Dr. Vera Rebmann vom Institut für Transfusionsmedizin der Universität Duisburg-Essen im Oktober 2008 ein neues Forschungsprojekt. Ziel des Projektes ist, das erneute Auftreten einer Leukämie nach erfolgter Stammzelltransplantation zu verhindern.
Die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung fördert das auf die Dauer von zwei Jahren angelegte Forschungsprojekt mit 124.000 Euro.
„Leukämiepatienten besitzen nach einer Stammzelltransplantation für mehrere Wochen ein nur unzureichend funktionierendes Immunsystem. Die so genannten Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) stellen die erste immunologische Barriere gegenüber einer erneuten Leukämie-Erkrankung dar. Daher sind Untersuchungen über die Wiederherstellung dieser Blutzellen nach Stammzelltransplantationen von großer Bedeutung, um einen langfristigen Therapieerfolg zu erreichen“, so Dr. med. Dr. phil. Lambros Kordelas.
Von besonderem Interesse sind für die Forscher die NK-Zellen und ihre funktionelle Wirksamkeit vor und nach der Stammzelltransplantation. Weiterhin soll geprüft werden, ob bestimmte genetische Konstellationen zwischen Spender und Empfänger den Heilungserfolg des Patienten zusätzlich begünstigen.
Die Untersuchungen umfassen immunologische und genetische Analysen von Blutzellen und deren funktioneller Eigenschaften. Die Ergebnisse dieser Analysen werden schließlich mit den klinischen Verläufen der transplantierten Patienten verglichen. Das Ziel dieser Untersuchungen ist es, Einflussparameter zu identifizieren, die bei der Auswahl des am besten geeigneten Spenders wichtig sind, um Immunreaktionen des Patienten gegenüber leukämischen Zellen (Anti-Leukämie-Effekt) nach erfolgter Transplantation zu verbessern.
An der Klinik für Knochenmarktransplantation am Universitätsklinikum Essen werden jährlich mehr als 170 Knochenmark- oder Blutstammzelltransplantationen durchgeführt. Solche Transplantationen sind oft die letzte Behandlungsmöglichkeit, wenn andere Therapien wie zum Beispiel Chemotherapien nicht angeschlagen haben.
(Quelle: Universitätsklinikum Essen, 16.10.2008)
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