Die Charité - Universitätsmedizin Berlin lädt am 24. September ein zu einem Gedankenaustausch über Möglichkeiten und Grenzen der Basis-Gesundheitsversorgung in zweien der ärmsten Länder der Erde – Indien und Haiti.Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen der Praktiker: Im südindischen Tamil Nadu versuchen Prof. Clement Joseph und Dr. Fatima Rani von der Organisation MUHIL durch Rückgriff auf die traditionelle Siddha-Medizin, eine Basis-Gesundheitsversorgung für Zehntausende mittelloser Dorfbewohner sicherzustellen.
Nach dem Tsunami 2004 spendeten Charité-Mitarbeiter 64.000 Euro. Mit diesem Geld errichtete die Organisation eine Gesundheitsstation in dem schwer betroffenen Dorf Kutapuly. Diese Station soll jetzt auch mit einfachen chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten ausgestattet werden. Pater Dr. Richard Frechette und Dr. Jacqueline Gautier von der Organisation „Unsere kleinen Brüder und Schwestern“ betreiben auf Haiti das einzige allgemein zugängliche Kinderkrankenhaus des Landes. Mit Hilfe der Charité wollen sie medizinisches Wissen an die Kinderärzte Haitis weitergeben. Die Veranstaltung findet am 24.9. von 17 bis 19 Uhr in der Hörsaalruine im Medizinhistorischen Museum statt. Die Vorträge werden in englischer Sprache gehalten. Journalisten sind herzlich eingeladen. Zwischen 15 und 16 Uhr besteht die Gelegenheit, bei einem Hintergrundgespräch der Organisation „Unsere kleinen Brüder und Schwestern“ die Vortragenden in kleinerer Runde kennen zu lernen.
(Quelle: Charité Berlin, 17.09.2008)
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