Bundesministerium für Bildung und Forschung belohnt Anstrengungen mit Förderung durch Professorinnenprogramm.
Im Wettbewerb um die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und den Ländern ausgeschriebene Förderung von Professorinnen hat die Universitätsmedizin Göttingen mit ihrem Gleichstellungskonzept erfolgreich abgeschnitten.
Bundesweit hatten sich 113 Hochschulen mit ihren Gleichstellungskonzepten beworben; 79 Hochschulen wurden daraus ausgewählt. Zu den Ausgewählten gehört die Universitätsmedizin Göttingen.
Die positive Begutachtung des Gleichstellungskonzepts der Universitätsmedizin Göttingen im Rahmen des Professorinnen-Programms setzt den erfolgreichen Weg der Gleichstellungsarbeit an der UMG fort. Erst im Mai 2008 erhielt die UMG zum dritten Mal in Folge die Auszeichnung mit dem Total E-Quality Prädikat. Bei einem bundesweiten Ranking über die Gleichstellung an den Medizinischen Fakultäten und Universitätsklinika belegte die UMG Ende des Jahres 2007 den ersten Platz. Die UMG hatte jetzt im Rahmen der Stiftungsuniversität Göttingen beim BMBF einen eigenen Antrag gestellt.
"Ich freue mich riesig über den Erfolg unserer Arbeit und für die Universitätsmedizin Göttingen", sagt Inken Köhler, die Gleichstellungsbeauftragte der UMG. "Die medizinischen Hochschulen in Deutschland profitieren auf eine besondere Weise vom Professorinnen-Programm. Denn bei ihnen ist der Karriereknick von Wissenschaftlerinnen nach der Promotion besonders dramatisch. Bei den Promotionen liegt der Frauenanteil an der Universitätsmedizin Göttingen seit Jahren über 50 Prozent, bei den Habilitationen sind Frauen zu einem wesentlich geringeren Teil vertreten, und weniger als 10 Prozent der W3- und C4-Professuren sind mit Frauen besetzt."
Prof. Dr. Cornelius Frömmel, Sprecher des Vorstands der Universitätsmedizin Göttingen, sagt: "Mit dieser Förderung werden wir doppelt ausgezeichnet. Zum einen würdigt das Professorinnenprogramm die Ernsthaftigkeit, mit der wir unsere Gleichstellungsbemü-hungen umsetzen. Zum anderen können wir jetzt mit den in Aussicht gestellten Fördermitteln sehr konkret in der Universitätsmedizin Professorinnenstellen einrichten."
Die mit einer Förderung ausgezeichneten Hochschulen gelten aufgrund der Bewertung als besonders herausragende Vorbilder für chancengerechte wissenschaftliche Einrichtungen und erhalten nach erfolgter Berufung von hochqualifizierten Forscherinnen eine Förderung für bis zu drei Professorinnen. Das Professorinnenprogramm wird gemeinsam vom BMBF und den Ländern mit 150 Millionen Euro finanziert. Ziel ist es, langfristige Perspektiven für wissenschaftliche Karrieren von Frauen an Hochschulen zu schaffen. Die höchst mögliche Fördersumme je Berufung beträgt 150.000 Euro jährlich, die je zur Hälfte von Bund und Ländern getragen wird. Die maximal erreichbare Fördersumme einer Hochschule beträgt insgesamt 2.250.000 Euro für die Programmlaufzeit.
(Quelle: Universitätsklinikum Göttingen, 05.09.2008)
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