In der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Uniklinikums Aachen (UKA) ist eine Studie angelaufen, die darauf zielt, verbesserte Behandlungsstrategien zur Psychosevorbeugung zu entwickeln.
Die Untersuchung erfolgt parallel an sechs Universitätskliniken und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Mit Hilfe der Förderung wird derzeit am UKA unter Leitung von Oberärztin Dr. Tanja Michel ein Früherkennungs- und Therapiezentrum für junge Erwachsene mit erhöhtem Psychoserisiko aufgebaut.
Psychosen schleichen sich langsam in das Leben der Betroffenen. Anfangs stellen sie oder ihr näheres Umfeld oft nur unmerkliche Veränderungen fest. Beispielsweise kann die Wahrnehmung der Außenwelt verändert sein oder das eigene Verhalten. Denken und Reden geraten durcheinander oder die betroffenen Menschen haben das Gefühl, jemand könnte ihre Gedanken beeinflussen. Manche stellen auch fest, dass sie keine Gefühle mehr spüren können. In diesem frühen Stadium ist fachkundige Hilfe geboten, um der Krankheit wirksam vorzubeugen. Hier setzt die Studie an.
Studienteilnehmer werden von Ärzten und Psychologen ein Jahr lang entweder medikamentös, psychotherapeutisch oder mit Placebos behandelt. Dabei geht es darum, den Ausbruch einer Psychose zu verhindern. Vor Studienbeginn erfolgt eine umfassende Diagnostik. Nach Ende der Studie wird mit den Teilnehmern besprochen, ob ein weiterer Behandlungsbedarf besteht. Wer an der Studie interessiert ist, kann sich informieren unter Telefon 0241 80-89539 oder per E-Mail ps-ambulanzen@ukaachen.de.
(Quelle: Universitätsklinikum Aachen, 23.05.2008)
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