Die Bundesärztekammer hatte im Vorfeld des 111. Deutschen Ärztetages das "Ulmer Papier" erarbeitet, in dem die Position der Ärzteschaft zu dem Bild des Arztberufes in der Gesellschaft dokumentiert werden soll. Die Sicht auf den Arztberuf ist ebenfalls wie die Gesellschaft dem Wandel unterlegen. Alle 250 Delegierte stellten sich bereits in den ersten zwei Tagen des Deutschen Ärztetages der detaillierten Diskussion und ringten gemeinsam um einen Standpunkt.
Am heutigen Tage (21.05.) berieten die Delegierten auch die Situation pflegebedürftiger Menschen in Deutschland - ein unumgängliches Thema angesichts der stetigen Zunahme alter Menschen in unserer Bevölkerung. Die Dikussion der Delegierten bezog sich auf die Versorgungssituation der Demenzkranken. Nach Einschätzung der Experten werden im Jahr 2050 deutschlandweit über zwei Millionen Demenzkranke leben. Bereits heute sind es knapp über eine Million. Die Delegierten wiesen auf die hohen Anforderungen in der Versorgung hin und bekräftigten die Stärkung der Prävention als Folge des Wandels im Umgang mit dem "Altern" in der Gesellschaft. Die Ärzteschaft bestätigt ihre Bereitschaft sich diesen Bedürfnissen anzupassen durch eine Stärkung der geriatrischen und Pflegeforschung und deren entsprechenden Anwendung in der Aus-, Weiter- und Fortbildung.
Weitere zukunftsträchtige Themen, die bis Freitag hier in Ulm aufgegriffen werden, sind der Einsatz von Telematik im Gesundheitswesen und die Zusammenarbeit der Ärzte mit den anderen Gesundheitsberufen.
(Quelle: Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, 21.05.2008)
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