Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) hat darauf hingewiesen, dass sie sich vorerst nicht an Warnstreiks in Krankenhäusern beteiligt.
„Die Arbeitgeber haben uns für die nächste Verhandlungsrunde am 20. und 21. Februar in Offenbach am Main ein konkretes Angebot angekündigt“, erklärte der Vorsitzende des MB, Rudolf Henke. Da die letzte Verhandlungsrunde relativ konstruktiv verlief, wolle man diese Entwicklung jetzt nicht gefährden. „Wir werden aber keine unendliche Geduld aufbringen“, so Henke.
Der Marburger Bund führt seit Mitte Januar mit der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände eigene Tarifverhandlungen für die rund 55 000 Ärzte in den 700 kommunalen Kliniken Deutschlands. Die Ärztegewerkschaft fordert für die Mediziner eine durchschnittliche Gehaltserhöhung von 10,19 Prozent und begründet diese unter anderem mit den im internationalen Vergleich „weit abgeschlagenen“ Einkommensmöglichkeiten von Ärzten in deutschen Krankenhäusern.
Henke: „Der Marburger Bund reicht den Arbeitgebern noch immer die Hand für faire und zügige Verhandlungen im Sinne beider Tarifparteien. Wir hoffen, es kommt ein Angebot und keine Mogelpackung. Falls die Arbeitgeber mogeln, werden die Ärzte sich sehr schnell zum übrigen streikenden Klinikpersonal dazugesellen.“
(Quelle: Marburger Bund, 13.02.2008)
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