Der Marburger Bund fordert die Caritasarbeitgeber anlässlich der gescheiterten Tarifgespräche in Bad Honnef dazu auf, endlich die arztspezifischen Regelungen aus den mit den Ländern ausgehandelten Tarifverträgen des Marburger Bundes in ihre Arbeitsvertragsrichtlinien zu übernehmen.
"Wir sind enttäuscht über die unerträgliche Selbstblockade der arbeitsrechtlichen Kommission," so der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke.
Statt über drei Jahre im stillen Kämmerlein alleine über eine praxisferne Tarifreform zu brüten, wäre es wesentlich effektiver gewesen, kompetente Lösungen aus bereits geltenden Tarifverträgen in die eigene Tarifreform zu integrieren. Unbezahlte Überstunden und illegale Marathonschichten müssten zum Wohl von Arzt und Patient endlich ein Ende haben.
Henke: "Man kann ja über Tarifverträge in der Caritas verschiedener Meinung sein. Der Marburger Bund wäre zu solchen Verträgen für die Ärzte bereit. Auf jeden Fall ist es höchste Zeit, sich bei der Caritas für erprobte berufsspezifische Regelungen einer kompetenten Ärztegewerkschaft zu öffnen."
(Quelle: Marburger Bund, 06.12.2007)
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