Der Klinikärzteverband Marburger Bund (MB) hat den heutigen Vorstoß der Bundesregierung begrüßt, die Forschung an adulten Stammzellen verstärkt zu fördern. Im Gegensatz zur ethisch hoch bedenklichen embryonalen Stammzellenforschung, bei der potenziell lebensfähige Menschen erzeugt und dann zu Forschungszwecken getötet würden, stelle die Forschung an adulten Stammzellen die ethisch unbedenkliche Alternative dar, erklärte der Marburger Bund.
„Seit Jahren weisen wir die Bundesregierung darauf hin, dass Deutschland Weltmeister bei der adulten Stammzellenforschung werden muss“, erklärte der Vorsitzende des Marburger Bundes, Dr. Frank Ulrich Montgomery. Die heutigen Äußerungen von Bundesforschungsministerin Annette Schavan, mehr finanzielle Mittel für die Forschung an adulten Stammzellen bereit zu stellen, seien sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus ethischer Sicht richtig und wichtig.
Montgomery: „Unsere Gesellschaft darf nicht den Wunderversprechen einzelner Forscher verfallen, die auf das therapeutische Klonen und die Forschung an embryonalen Stammzellen setzen. Es gibt in diesem Bereich bis heute keine nachweisbar für den Menschen nutzbringende Ergebnisse.“ Therapieerfolge bei Patienten unter Verwendung eigener Stammzellen belegten hingegen, dass die adulte Stammzellenforschung der derzeitig wichtigste und vielversprechendste Weg in der Genforschung sei.
(Quelle: Marburger Bund, 10.09.2007)
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