Das Land will in die Projekte der Telemedizin bis 2010 rund 1,2 Millionen Euro aus dem Zukunftsfonds investieren.
"Die Sicherstellung der medizinischen Versorgung wird mittelfristig ohne Telemedizin gar nicht mehr möglich sein", sagte der Medizintechniker Jürgen Dräger von der Stralsunder Fachhochschule.
Nötig sei zum Beispiel eine Vernetzung der Kliniken untereinander sowie ein Informationsfluss vom Hausarzt zur Klinik und wieder zurück. Gesundheitsminister Erwin Sellering (SPD) sagte angesichts des dünn besiedelten Landes und der immer älteren Bevölkerung, nicht die Patienten oder die Hausärzte sollten künftig reisen müssen, sondern Daten.
Die Akteure auf dem Gebiet der Telemedizin sollen künftig in einem Beirat zusammenarbeiten, der Ende August erstmals zusammentrifft. Vertreten seien darin die Kassenärztliche Vereinigung, die Krankenhausgesellschaft, die Ärztekammer, die AOK, die Fachhochschule Stralsund, die Universität Greifswald sowie SPD-Fraktion und die CDU-Fraktion.
Die Vorhaben müssten direkt den Patienten zugute kommen, zum Beispiel, indem weit entfernte Spezialisten hinzugezogen werden können, ohne dass der Patient lange Reisen auf sich nehmen müsse. Die Daten müssen zudem zum System der elektronischen Gesundheitskarte passen. Mecklenburg-Vorpommern hat laut Sellering mit der Telegesundheitsschwester Agnes bereits ein bundesweit beachtetes Projekt.
(Quelle: Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, 01.08.2007)
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