Der Ärzteverband Marburger Bund (MB) feiert heute (12. Juni) auf den Tag genau sein 60-jähriges Bestehen. Der Ärzteverband ist die gewerkschaftliche, gesundheits- und berufspolitische Interessenvertretung der angestellten und beamteten Ärzte, der Medizinstudierenden sowie der arbeitssuchenden Ärzte. In den vergangenen Jahren profilierte sich der Marburger Bund insbesondere als Ärztegewerkschaft. Im Jahr 2006 schloss er nach mehrwöchigen Ärztestreiks in Universitätskliniken und kommunalen Krankenhäusern die ersten arztspezifischen Tarifverträge in der Geschichte der Bundesrepublik ab.
Mit rund 110 000 Mitgliedern ist der Marburger Bund Europas größte Ärzteorganisation mit freiwilliger Mitgliedschaft und die einzige tariffähige Ärztegewerkschaft Deutschlands. Er gliedert sich in 14 Landesverbände und einen Bundesverband. 1. Vorsitzender des Bundesverbandes ist der Hamburger Radiologe Dr. Frank Ulrich Montgomery, der dem Verband seit November 1989 vorsteht. Rudolf Henke, Internist aus Aachen, ist seitdem 2. Vorsitzender des Verbandes.
Der Abschluss eigenständiger arztspezifischer Tarifverträge, die gesetzliche Neubewertung der Bereitschaftsdienste als Arbeitszeit durch zahlreiche Gerichtsverfahren und die maßgebliche Mitwirkung bei der Abschaffung der „Arzt im Praktikum“-Phase bezeichnet der MB als wichtigste Verbandserfolge. Der Marburger Bund setzt sich für bessere Arbeitsbedingungen, leistungsgerechte Vergütung, zeitgemäße Medizinerausbildung und verstärkte Förderung von Ärztinnen ein.
(Quelle: Marburger Bund, 12.06.2007)
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