Die Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen.
In Mecklenburg-Vorpommern sind bei mehr als 50 Prozent der Jugendlichen Defizite bei der Durchimpfungsrate zu verzeichnen. Mit der „Europäischen Impfwoche“ und den entsprechenden Initiativen in Mecklenburg-Vorpommern soll die Bevölkerung auf die Wichtigkeit von Impfungen aufmerksam gemacht werden. Die Steigerung der Impfquote und der Hinweis auf die Notwendigkeit eines umfassenden Impfschutzes im Rahmen der Gesundheitsprävention ist Ziel der Aktionen.
Besorgniserregend ist der Anstieg der Keuchhusten-Infektionen in unserem Bundesland. Nachdem im Jahr 1990 nur 10 Erkrankungen gemeldet wurden, stiegen die Fallzahlen kontinuierlich an. Im Jahr 2006 wurden 1.173 Erkrankungsfälle verzeichnet. Dagegen ist die Durchimpfungsrate bei Masern, Mumps und Röteln bei Kleinkindern und Vorschülern vorbildlich. Dieser positive Trend muss erhalten bleiben. Eine Überprüfung des Impfschutzes zwischen dem 9. und 17. Lebensjahr fehlt jedoch bei vielen Jugendlichen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat in diesem Jahr zudem die Empfehlung herausgegeben, junge Frauen zwischen 12 und 17 Jahren gegen humane Papillomaviren (HPV) zu impfen. Der Impfstoff schützt vor zwei Virentypen, die Tumore am Gebärmutterhals auslösen können.
Viele Krankenkassen haben diese und andere Schutzimpfungen in ihren Leistungskatalog aufgenommen.
(Quelle: Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, 13.04.2007)
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