Der Weltgesundheitstag (WGT) 2006 trägt das Motto „Menschen für Gesundheit – Die Gesundheitsberufe“. Mit ihrer gemeinsamen Veranstaltung zum WGT bieten die Landeszentrale für Gesundheit in Bayern (LZG) und die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) Vertretern der verschiedenen Gesundheitsberufe eine Plattform, von der aus sie die jeweilige Situation ihrer Berufsgruppe mit ihren spezifischen gesundheitlichen Belastungen darstellen können, um darüber zu diskutieren und Möglichkeiten der Prävention aufzuzeigen.
Das Thema „Menschen für Gesundheit – die Gesundheitsberufe“ sei wichtig, stehen doch die Gesundheitsförderung etwa für Ärzte und Pflegepersonal, ganz hoch im Kurs. „Wie kann man die physische und psychische Belastung reduzieren? Nutzt die betriebliche Gesundheitsförderung in Krankenhäusern älteren Mitarbeitern? Wie können Prävention und Gesundheitsförderung in der niedergelassenen Praxis umgesetzt werden? Wie kann neurologischen und psychischen Erkrankungen – hervorgerufen etwa durch Schichtdienste – bei Angehörigen der Heilberufe vorbeugt werden, wie können sie therapiert werden?“, fragte Dr. Max Kaplan, BLÄK-Vizepräsident. Schließlich ginge es auch darum, die konkreten Infektionsrisiken bei den Beschäftigten im Gesundheitswesen zu reduzieren (Influenza, Hepatitis, Aids) oder auch orthopädische Krankheitsbilder zu vermeiden. Kaplan ging ebenso auf das Thema „Burnout“ kurz ein, der sicherlich bei den Heilberuflern oftmals anzutreffen sei.
„Politik und Öffentlichkeit sollten für das so wichtige Thema der Grenzen zumutbarer berufsspezifischer Belastungen sensibilisiert werden, das eigentlich auch ein Schwerpunkt in der Diskussion von Reformen im Gesundheitswesen sein sollte“, sagte Professor Dr. Johannes Gostomzyk, 1. Vorsitzender LZG.
Dr. Otmar Bernhard, Staatssekretär im Bayerischen Gesundheitsministerium (StMUGV) betonte, dass Gesundheit ein „Megatrend des 21. Jahrhunderts“ sei und das Gesundheitswesen ein Wachstumsmarkt mit Angeboten aus hoch qualifizierten Händen. Weltweit engagierten sich über 35 Millionen Menschen im Gesundheitswesen. Ohne den großen persönlichen Einsatz dieser Berufsgruppen wäre das qualitativ hohe Niveau der Gesundheitsversorgung gerade auch in Bayern nicht zu gewährleisten. „Deshalb muss es auch in Zukunft attraktiv sein, einen Gesundheitsberuf zu ergreifen“, so Bernhard.
(Quelle: Landesärztekammer Bayern, 28.11.2006)
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