Für Ärzte an Kommunalen Krankenhäuser: zwölf Prozent minus.
Das gestern zwischen VKA und ver.di vereinbarte Eckpunktepapier für krankenhausspezifische Regelungen bezeichnete der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Dr. Frank Ulrich Montgomery, als eine gefällig verpackte Täuschung. Die Entgeltregelungen bedeuteten im Vergleich zum bis 2005 geltenden Bundes-Angestelltentarifvertrag nicht zehn Prozent plus sondern ein Minus von zwölf Prozent.
Zwar fuße diese Vereinbarung auf den zwischen Marburger Bund und VKA verhandelten Inhalten, verbessere aber entgegen der Aussage von ver.di und VKA die Situation der Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Krankenhäusern nicht. „Die Arbeitgeber irren, wenn sie meinen, jetzt könnten die Streiks beendet werden. Diese zwölf Prozent minus steigert die Wut der Mediziner noch mehr“, sagt Gewerkschaftschef Montgomery. (sehen Sie bitte dazu weiter unten „Kurzbewertung des Abschlusses VKA/ver.di)
Auch bei den Arbeitszeiten seien keinerlei Verbesserungen bzw. Flexibilisierungen ersichtlich. Vielmehr bliebe es bei den starren Arbeitszeitregelungen des TVöD (insgesamt max. 13 Stunden in den höheren Bereitschaftsdienststufen).
Die Frage, wie Bereitschaftsdienste bezahlt werden sollen, sei ebenfalls nicht geregelt. Die Tarifparteien wollen bis zum 1. September 2006 neue Bemessungsgrundlagen finden. Montgomery: „Man stellt sich feste Beträge vor, die sich am bisherigen Volumen der Bereitschaftsdienstbezahlung nach TVöD „orientieren“ sollen. Das kann nur bedeuten, dass die Bereitschaftsdienstbezahlung nicht verbessert wird.“
(Quelle: Marburger Bund, 02.08.2006)
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