Am Mittwoch, dem 12. Juli 2006, verabschiedete die Landesärztekammer Hessen 127 Arzthelferinnen aus ihren Ausbildungsverhältnissen. Dr. med. Edgar Pinkowski, Vorsitzender der Bezirksärztekammer Gießen, begrüßte die ehemaligen Auszubildenden, ihre Angehörigen und Freunde, die ausbildenden Ärzte und Ärztinnen und Vertreter/innen der Berufsschulen in seiner Eröffnungsrede im Festsaal des Fortbildungszentrums in Bad Nauheim. Rita Schlett vom Verband Medizinischer Fachberufe e. V. richtete feierliche Worte an die Anwesenden. Sandina Gall, Sachbearbeiterin der Landesärztekammer Hessen und Inge Köhler, Prüfungsausschussmitglied in Gießen, überreichten die Zeugnisse und eine Rose. Musikalisch wurde die Feier vom Kindergitarrenorchester der Musikschule Bad Nauheim unter der Leitung von Konstantin Zobel eingerahmt.
Folgende Auszubildende erzielten im Prüfungsfach „Praktische Übungen“ die Note „1“ und wurden mit einem Blumenstrauß geehrt: Ayse Baykal, Stephanie Bechtel, Nina Etzelmüller, Tina Gabriel, Bernadett Gerbig, Vanessa Glatthaar, Anika Hartmann, Maike Kaiser, Alexandra Lemp, Sabrina Opl, Anouska Rätzel, Anika Redant, Saskia Steinmüller, Jacqueline Weil und Jessica Werner (Willy-Brandt-Schule Gießen); Nicole Meyer und Isabel Wolf (Max-Eyth-Schule Alsfeld); Tatjana Förster, Michelle Lindhüber, Linda van Duijn und Nicole Weißelbaum (Käthe-Kollwitz-Schule Wetzlar) sowie Juliane Harbich, Ina Karger und Jana Christin Weber (Kaufmännische Berufsschule Bad Nauheim). Allerdings erreichte keine der Absolventinnen in der Gesamtbewertung die Note „1“.
Aus der diesjährigen Umfrage der Landesärztekammer Hessen, Kammerbereich Gießen, unter den Teilnehmerinnen der Abschlussprüfung geht hervor, dass 93 % ihren Beruf weiter ausüben wollen, aber nur 31 % bereits einen Arbeitsvertrag mit ihrer Ausbildungspraxis oder einer anderen Praxis abgeschlossen haben. 10 % werden in Teilzeit arbeiten, weitere 16 % haben nur einen befristeten Vertrag. 36 % der jungen Frauen suchen noch einen Arbeitsplatz. Einige der Befragten beginnen ein Studium oder eine weitere Ausbildung.
Der Beruf der Arzthelferin ist ein sogenannter Gesundheitsdienstberuf. Er erfordert persönliches Engagement, Leistungsbereitschaft, Verantwortung und ein hohes Maß an Kenntnissen verschiedenster Arten. Aufgeschlossenheit, Freundlichkeit, Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein kennzeichnen die Arzthelferin, von der auch psychologisches Einfühlungsvermögen und Sensibilität für die Situation des jeweiligen Patienten gefordert werden. Freude am Umgang mit Menschen zu haben, sie in all ihren Nöten zu verstehen und ihnen helfen zu wollen – diese Eigenschaften zählen mit zu den Voraussetzungen für den verantwortungsvollen und kompetenten Fachberuf der Arzthelferin, denn sie ist das Praxisaushängeschild der Arztpraxis.
(Quelle: Landesärztekammer Hessen, 18.07.2006)
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