Mit deutlicher Mehrheit haben sich die Mitglieder des Marburger Bundes für den Abschluss des vom Marburger Bund ausgehandelten ärztespezifischen Tarifvertrages an Unikliniken ausgesprochen.
In der jetzt abgeschlossenen Urabstimmung stimmten 86% für den Abschluss.
Ausschlaggebend für dieses positive Votum sei vor allem die Tatsache, dass es gelungen sei, erstmals einen eigenständigen Tarifvertrag für die Ärztinnen und Ärzte an Universitätskliniken zu erkämpfen, betonte der Vorsitzende des Marburger Bundes, Dr. Frank Ulrich Montgomery, heute in Berlin.
Nach wochenlangen intensiven Streiks an den Unikliniken hatten sich Arbeitgeber und Marburger Bund auf einen ärztespezifischen Vertrag geeinigt, der bereits am 1. Juli 2006 deutliche Gehaltszuwächse, eine bessere Bezahlung von Ruf- und Bereitschaftsdiensten sowie eine Reihe von Regelungen zur Verbesserungen der Arbeitsbedingungen vorsieht.
Nicht durchsetzen konnte sich die Ärztegewerkschaft mit ihrer Forderung nach Einbezug der Ärzte in den psychiatrischen Landeskliniken und nach einer Ost-Westangleichung der Gehälter, die am eisernen „Nein“ der ostdeutschen Finanzminister gescheitert ist. „Hier mussten wir eine schwere Kröte schlucken“, so Dr. Montgomery.
Insgesamt bewertete der Vorsitzende der Ärztegewerkschaft den Abschluss als einen hinnehmbaren Kompromiss, der auch ein deutliches Signal für die kommunalen Arbeitgeber darstelle. „Der Marburger Bund ist verhandlungs- und einigungsfähig“, betonte Dr. Montgomery.
(Quelle: Marburger Bund, 03.07.2006)
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