Der Ärzteverband Marburger Bund (MB) hat in Berlin eine Kampagne für ein familienfreundliches Krankenhaus im Rahmen einer Impulskonferenz gestartet.
Ziel der Kampagne ist es, in die Krankenhäuser konkret die Ideen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu geben und damit die Attraktivität des Arbeitsplatzes Krankenhaus zu erhöhen. „Neben der Normalisierung der Arbeitszeiten, deren Erreichung ein wichtiges Ziel in unserem aktuellen Tarifkonflikt ist, muss das Bewusstsein für Familienfreundlichkeit in die Krankenhäuser getragen werden. Die Krankenhausträger müssen dies endlich als Standortvorteil für die Gewinnung der knappen ‚Ressource’ Ärztin bzw. Arzt erkennen“ betonte Armin Ehl, Hauptgeschäftsführer des Marburger Bundes.
Die Chancen und Möglichkeiten einer familienbewussten Personalpolitik im Krankenhaus wurden von Stefan Becker, Geschäftsführer der berufundfamilie gGmbH vorgestellt. „Die krankenhausinterne Arbeitszeitorganisation mit flexiblen Arbeitszeitmodellen ist der wesentliche Faktor für die Verbesserung der Familienfreundlichkeit in den Krankenhäusern. Das Krankenhausmanagement vor Ort spielt also eine wichtige Rolle“, so Stefan Becker.
Dr. Magdalena Benemann, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin und Leiterin des Projektes im MB, betonte, dass dieses „enorm wichtige Projekt“ ein Schwerpunktthema des Ärzteverbandes im Jahre 2006 sei, „um gerade Ärztinnen im Krankenhaus zu halten bzw. ihnen nach Kindererziehungszeiten den Weg ins Krankenhaus zurück zu ermöglichen.“
(Quelle: Marburger Bund, 03.05.2006)
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