Tarifverhandlungen für Charité-Ärzte in entscheidender Phase.
Die Tarifverhandlungsrunde zwischen der Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) und dem Charité-Vorstand über einen Ärzte-Tarifvertrag für die Berliner Universitätsärzte ist heute (1. April) um 13.00 Uhr beendet worden.
Der Verhandlungsführer der Ärztegewerkschaft, Lutz Hammerschlag, bezeichnete die Verhandlungsrunde als „knallhart aber durchaus konstruktiv“. Man befinde sich sozusagen auf der alles entscheidenden Zielgeraden. Bei dieser Verhandlungsrunde seien alle Inhalte zwischen den Tarifvertragsparteien ausführlich diskutiert worden. „In bestimmten Bereichen sind wir einer Einigung sehr nahe gekommen, bei besonders wichtigen Punkten hat der Marburger Bund jedoch noch extreme Bauchschmerzen“, so Hammerschlag.
Der Marburger Bund hat den Charité-Vorstand heute aufgefordert, bei der nächsten Verhandlungsrunde am kommenden Montag (3. April) ein endgültiges und vollständiges Arbeitgeberangebot zum Abschluss eines Arzt-Tarifvertrages für die Mediziner der Charité vorzulegen. Hammerschlag forderte den Vorstand auf, die Bedenken der Ärztegewerkschaft über die noch strittigen Punkte in dem Tarifvertragsangebot entsprechend zu berücksichtigen. „Sollte es in den kommenden Tagen keine Einigung geben, stehen die Zeichen auf Streik.“
Da das Land Berlin aus der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) ausgetreten ist, wird zwischen der Ärztegewerkschaft Marburger Bund und dem Charité-Vorstand bilateral ein Ärzte-Tarifvertrag ausgehandelt.
(Quelle: Marburger Bund, 01.04.2006)
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