Am Mittwoch, dem 15. März 2006, verabschiedete die Landesärztekammer Hessen 19 Arzthelferinnen aus dem Kammerbereich Gießen aus ihren Ausbildungsverhältnissen: Melek Acikel, Leyla Alper, Zekiye Erdem, Sandra Gramulla, Anna-Elisa Grölz, Gloria Heinzelmann, Lale Karpuz, Sabrina Krettek, Julia Metzger, Lale Tasim und Bahar Yaman von der Willy-Brandt-Schule Gießen; Mojgan Abedi, Emine Desku, Ann-Katrin Eisel, Marzena Fabian und Sebahat Yesil von der Käthe-Kollwitz-Schule Wetzlar sowie Stephanie Keil, Nadine Kraft und Eileen Ntiamoah von der Kaufmännischen Berufsschule Bad Nauheim.
PD Dr. med. Andreas Scholz, stellvertretender Vorsitzender der Bezirksärztekammer Gießen, überreichte ihnen die Zeugnisse im Festsaal des Fortbildungszentrums der Landesärztekammer in Bad Nauheim. StD´in Dr. Ermelinde Binninger, Abteilungsleiterin der Willy-Brandt-Schule Gießen und Rita Schlett vom Berufsverband der Arzthelfer/innen hielten Festansprachen. Begrüßt werden konnten auch Eltern, Vertreter und Vertreterinnen der Berufsschulen und ausbildende Ärztinnen und Ärzte. Musikalisch wurde die Feier vom Kindergitarrenorchester der Musikschule Bad Nauheim eingerahmt.
Die Note „1“ im Prüfungsfach „Praktische Übungen“ erreichten: Melek Acikel, Zekiye Erdem, Gloria Heinzelmann und Julia Metzger (Willy-Brandt-Schule Gießen) sowie Emine Desku (Käthe-Kollwitz-Schule Wetzlar). Sie alle wurden mit einem Blumenstrauß geehrt. Allerdings erreichte keine der Absolventinnen in der Gesamtbewertung die Note „1“.
Aus der diesjährigen Umfrage der Landesärztekammer Hessen, Kammerbereich Gießen, unter den Teilnehmerinnen der Abschlussprüfung geht hervor, dass 95 % ihren Beruf weiter ausüben wollen, aber nur 37 % bereits einen Arbeitsvertrag mit ihrer Ausbildungspraxis oder einer anderen Praxis abgeschlossen haben. 11 % werden in Teilzeit arbeiten und weitere 11 % haben nur einen befristeten Vertrag. 37 % der jungen Frauen suchen noch einen Arbeitsplatz. Einige der Befragten beginnen ein Studium.
Der Beruf der Arzthelferin ist ein sogenannter Gesundheitsdienstberuf. Er erfordert persönliches Engagement, Leistungsbereitschaft, Verantwortung und ein hohes Maß an Kenntnissen verschiedenster Art. Auch psychologisches Einfühlungsvermögen und Sensibilität für die Situation des jeweiligen Patienten sind notwendig.
Mit Menschen zu tun bzw. Freude am Umgang mit Menschen zu haben, sie in all ihren Nöten verstehen und ihnen helfen zu wollen, das zählt mit zu den Voraussetzungen für den verantwortungsvollen und kompetenten Fachberuf der Arzthelferin, denn sie ist das Praxisaushängeschild einer jeden Arztpraxis.
(Quelle: Landesärztekammer Hessen, 21.03.2006)
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