Die Tarifverhandlungen zwischen der Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) für den Bereich der Universitätskliniken gehen heute (16.01.2005) in Stuttgart in die sechste Runde.
Ziel ist die Ausarbeitung eines arztspezifischen Tarifvertrages für die 22.000 Ärzte, die an Universitätskliniken arbeiten. Der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Dr. Frank Ulrich Montgomery, bezeichnete die heute und morgen stattfindenden Verhandlungen als entscheidend.
Noch am 2. Dezember 2005 hatte die Ärztegewerkschaft zu Warnstreiks an 20 Universitätskliniken aufgerufen, nachdem die Verhandlungen ins Stocken geraten waren. „Die hohe Streikbereitschaft der Uniärzte ist eine Mahnung an die TdL, die Tarifverhandlungen ziel- und ergebnisorientiert zu führen“, so Montgomery. Er betonte, dass die Geduld der Universitätsärzte nicht endlos strapaziert werden könne und warnte zugleich vor einem Scheitern der Tarifverhandlungen.
Montgomery: „Der Marburger Bund geht in die anstehende Runde mit dem klaren Willen, ein Ergebnis zu erzielen. Die Zeit des Filibustern und Taktierens ist vorbei. Jetzt brauchen wir einen Abschluss.“ Dies wünsche man sich auch von den Arbeitgebern, um zu einem für beide Seiten befriedigenden Tarifabschluss zu kommen. Hauptziel sei eine deutliche Verbesserung der ärztlichen Arbeitsbedingungen u.a. durch geregelte Arbeitszeiten, die Abschaffung von Marathon-Diensten, eine deutliche Erhöhung der Grundvergütung, die komplette Bezahlung sämtlicher Mehrarbeit, angemessene Vertragslaufzeiten und die Gewährleistung von Forschungs- und Lehrtätigkeit während der regulären Arbeitszeit.
(Quelle: Marburger Bund, 16.01.2006)
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