Mit einem veränderten Konzept, einem interessanten Programm und an einem neuen Ort fand vom 2. bis 3. Dezember 2005 der Fortbildungskongress der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) statt, der bereits zum 56. Mal in Nürnberg über die Bühne ging.
Auch im neuen „Outfit“ blieb der Fortbildungskongress, der traditionell am zweiten Adventswochenende in der Frankenmetropole lief, übersichtlich, wissenschaftsorientiert und praxisrelevant. Zusammen mit der klaren Gliederung in die vier Hauptthemen „Medizin aktuell“, „Das vieldeutige Symptom“, „Demenzerkrankungen“ und „Hypertonie“ wurden viele Seminare, Workshops, Symposien und Repetitorien angeboten, die die insgesamt 2000 Besucher anzogen. Diese erwarben jeweils bis zu acht Fortbildungspunkte pro Tag. So ging es bei den aktuellen Vorträgen am Freitag z.B. um „Ecstasy und Cannabis“, „Antibiotika-Therapie“, „Herzstolpern“ oder „Kurzatmigkeit“. Ein Schwerpunkt am Samstag war die Therapie von Altersdemenzen.
Hinter diesem Begriff verberge sich eine ganze Reihe von Erkrankungen, die zu einem Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit − meist des Kurzzeitgedächtnisses − führten. Experten schätzen, dass in Deutschland über eine Million Patienten dement seien. Um eine weitere Volkskrankheit, die Hypertonie, ging es im zweiten Schwerpunktthema am Samstagnachmittag. Dabei wurde u. a. die Frage „Nur Tabletten – sonst nichts?“ gestellt und über Langzeittherapie, Kontrolluntersuchungen, neue Leitlinien und Differenzialdiagnostik diskutiert. „Aktuelle Fachvorträge, kleine Seminare und Workshops, Industrieforen und vieles mehr trugen dazu bei, dass die Besucher wertvolles Wissen mit in die Klinik bzw. in die Praxis mitnehmen konnten“, so Dr. H. Hellmut Koch, wissenschaftlicher Leiter und BLÄK-Präsident. Insgesamt präsentierten 67 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen auf einer Ausstellerfläche von 1500 qm.
Der Fortbildungskongress der bayerischen Ärztinnen und Ärzte, der erstmals in Zusammenarbeit mit der Firma Eurokongress organisiert wurde, präsentierte sich somit moderner und kompakter. Der Veranstaltungsort, das CongressCenter Nürnberg (CCN) Ost machte eine zeitgemäße Fortbildung auch in Kleingruppen möglich, die aus Platzmangel in der Meistersingerhalle, in der der Kongress vormals stattfand, nicht durchführbar war. Auch die Tatsache, dass die Veranstaltung bereits am Samstagabend – und nicht erst am Sonntagmittag – endete, nahmen die Kongressbesucher, die 140 Referenten und die Aussteller ganz positiv auf, waren doch die Besucherzahlen am Sonntag immer etwas eingebrochen. „Wir können eine rundherum positive Bilanz ziehen“, so Koch abschließend. Der 57. Nürnberger Fortbildungskongress 2006 wird voraussichtlich vom 8. bis 9. Dezember 2006 wieder im CCN Ost stattfinden.
(Quelle: Landesärztekammer Bayern, 05.12.2005)
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