Deutsche Krebshilfe begrüßt Rauchverbot in Schulen
Immer mehr Bundesländer erwägen ein gesetzliches Rauchverbot an Schulen. Nach den ersten Erfahrungen in Hessen und Berlin wollen auch Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bayern und Schleswig-Holstein in Kürze das Rauchen in ihren Schulen verbieten. „Wir begrüßen diesen Weg, denn nur so wird das Thema Nichtrauchen endlich in den schulischen Alltag eingebracht“, sagte Professor Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, heute in Bonn. Das Verbot trägt dazu bei, Kinder und Jugendliche für ein rauchfreies Leben zu gewinnen.
„Das Rauchverbot allein reicht jedoch nicht aus“, betonte die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe. „Nichtrauchen sollte zum festen Unterrichtsthema im Rahmen von präventiven Gesundheitsprogrammen werden.“ Nur so wird aus einem von oben verordneten Verbot eine positive Einstellung zum gesunden Lebensstil. „Es liegt in der Verantwortung der Lehrer, ihre Vorbildfunktion für die Schüler wahr zu nehmen. Rauchen sollte im schulischen Umfeld geächtet sein“, so Schipanski.
Die Deutsche Krebshilfe fordert deshalb alle Lehrer und Schüler auf, sich aktiv an den erfolgreichen Schul-Programmen zum Nichtrauchen zu beteiligen. „Be Smart – Don’t Start“ ist ein Programm zum Nichtrauchen für Schüler der Klassen sechs bis acht. Als Belohnung lockt eine Klassenfahrt als Hauptgewinn des Wettbewerbs. Im Schuljahr 2004/2005 haben rund 11.000 Schulklassen mit etwa 284.000 Schülern die Herausforderung angenommen und sich verpflichtet, bis April 2005 nicht zu rauchen. Ein weiteres Programm, „Just be Smokefree“, setzt auf die Selbsthilfe: Jugendliche und junge Erwachsene gehen mit Hilfe von Ärzten, Freunden, Eltern oder Drogenexperten als Paten den schwierigen Weg aus der Sucht.
Langfristiges Ziel der Deutschen Krebshilfe ist es, dass präventive Gesundheitsprogramme in die Lehrpläne einfließen. „Solange sich hier jedoch wenig tut, sollten wir die Schüler mit der aktiven Teilnahme an wirksamen Nichtraucher-Programmen vor einem Einstieg in die Droge Tabak schützen“, so Professor Schipanski.
(Quelle: Deutsche Krebshilfe e.V., 10.02.2005)
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