Krankenkassen, Ärzte, Kliniken und Apotheken haben sich formell auf ein Finanzkonzept für die ab 2006 geplante neue elektronische Gesundheitskarte geeinigt.
Das sagte der Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung am Sonntag. Kern des Konzepts sind Transaktionsgebühren, die die Kassen den Leistungserbringern für den Einsatz der neuen Technik zahlen wollen. Damit dürften Finanzierungsvorschläge der Industrie vom Tisch sein, die die auf eine bis 1,6 Milliarden Euro geschätzten Kosten des Systems vorstrecken und über Benutzungsgebühren refinanzieren wollten.
Nun würden die Krankenkassen die Infrastrukturkosten von geschätzten 800 Millionen bis einer Milliarde Euro für den Aufbau von Datennetzen und Speichern sowie die Ausgaben von 72 Millionen neuen elektronischen Patientenkarten übernehmen. Ärzte, Kliniken, Apotheken und andere Leistungserbringer würden dagegen ihre technischen Aufrüstung selber finanzieren und dann über die Gebühren refinanzieren.
(Quelle: Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, 09.08.2004)
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