Nach Angaben der CDU sollen bis 2008 in den Kliniken des Landes 1000 Betten dem Rotstift zum Opfer fallen. Sozialstaatssekretär Wolfram Friedersdorff sagte, dies sei "in der Grundtendenz richtig".
Ziel sei eine Auslastung der Betten von 85 Prozent. Derzeit haben die 35 Krankenhäuser 10 220 Betten und 311 Tagesklinikplätze. 1990 waren es noch 55 Kliniken mit 18 450 Betten.
Das Sozialministerium bereitet derzeit den vierten Krankenhausplan für das Land vor, der von 2005 bis 2008 gelten soll. In die Planung einbezogen sind alle betroffenen Verbände und Einrichtungen, sagte Friedersdorff. Es gehe darum, die Versorgung flächendeckend sicherzustellen und eine Hochleistungsmedizin zu gewährleisten. Dieses Ziel sieht der CDU-Gesundheitspolitiker Harry Glawe in Gefahr. Die Versorgung mit Fachabteilungen für Frauenheilkunde/Geburtshilfe, HNO, Urologie und Pädiatrie werde an vielen kleinen Häusern in Frage stehen.
"Die Einsparungen an den Universitätskliniken in Rostock und Greifswald stellten die Standorte der Spitzenmedizin und der medizinischen Forschung und Lehre in Frage, kritisierte Glawe.
Zudem sei der Krankenhausplan nicht ausfinanziert. Für die Ersatzbeschaffung von Medizintechnik und kleine Baumaßnahmen seien 15 Millionen Euro Pauschalfördermittel eingestellt. Der Bedarf betrage jedoch 25 Millionen Euro. Dazu sagte Friedersdorff, für 2004 seien im Haushaltsansatz 16,5 Millionen Euro vorgesehen, für 2005 dann 22,8 Millionen Euro.
(Quelle: Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, 20.07.2004)
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