Viele GKV-Versicherte werden versuchen, einen Arztbesuch zu umgehen, um Praxisgebühren und damit Gesundheitsausgaben zu sparen.
Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Emnid-Umfrage im Auftrag der Firma "ratiopharm", die gestern in Berlin vorgestellt wurde. Danach rechnet die Mehrheit der über 1000 Befragten damit, dass sie in diesem Jahr rund 150 Euro mehr für ihre Gesundheitsversorgung ausgeben müssen als noch 2003. Besonders Männer, nicht berufstätige Menschen und solche mit geringem Einkommen fürchten, tiefer in die Tasche greifen zu müssen.
20 Prozent der Versicherten glaubt nicht, den Mehrbelastungen, die ihnen die aktuelle Gesundheitsreform auferlegt, ausweichen zu können. Besonders Ältere und chronisch Kranke rechnen mit unvermeidbaren Mehrausgaben. Von den Über-50-Jährigen meinen 60 Prozent den Reformeffekten nicht entkommen zu können.
(Quelle: Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, 20.02.2004)
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