Die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat den schwierigen Start bei der Einziehung der Praxisgebühr gegen Kritik verteidigt. Die meisten Arztbesuche liefen ohne Störungen, sagte sie in der ARD.
Derweil versicherte sie gegenüber den Patienten, dass diese durch die entstandenen Unklarheiten keine zusätzlichen finanziellen Nachteile erleiden sollen. Wer zum Beispiel zu viel für eine Krankenfahrt bezahlt hat, der werde das Geld von der Krankenkasse erstattet bekommen.
Des Weiteren will Frau Schmidt alle offenen Fragen zur Gesundheitsreform rasch klären. Wie bereits angekündigt, sollen Frauen Folgerezepte für die Anti-Baby-Pille ohne Praxisgebühr erhalten. Die Spitzenverbände der Kassen und der Kassenärzte verständigten sich zudem darauf, dass Augenärzte die Sehschärfe weiterhin über Kassen-Chip abrechnen. Verhandelt wird auch über Ausnahmeregelungen für Erstattungen bei Krankentransporten zur ambulanten ärztlichen Behandlung. Schließlich muss auch definiert werden, wer als chronisch krank gilt. Frühere Vereinbarungen zwischen Kassenärzten und Krankenkassen in einer „Chroniker-Richtlinie“ lehnte das Bundesgesundheitsministerium bereits ab.
(Quelle: Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, 13.01.2004)
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