Wie in der vergangenen Influenzasaison starten die Arbeitsgemeinschaft Influenza und das Robert Koch-Institut auch dieses Jahr wieder eine gemeinsame Aktion für die Erhöhung der Influenza-Impfrate bei Beschäftigten in medizinischen und pflegerischen Berufen.
Die Ständige Impfkommission des Robert Koch–Institutes (STIKO) stuft neben medizini-schem Personal auch “Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr” als besonders gefährdet für eine Influenzainfektion ein. Diese beruflich exponierten Personen haben nicht nur ein erhöhtes Risiko, an Influenza zu erkranken, sondern stellen dadurch auch eine mögliche Infektionsquelle für die betreuten Patienten oder Kontaktpersonen dar. Auch das Personal in Altenpflegeeinrichtungen bedeutet eine mögliche Infektionsquelle für die von ihm betreuten Senioren.
In der Regel ist die Erkrankung an Influenza durch plötzlich auftretendes hohes Fieber über 39 °C, Schüttelfrost, Muskelschmerzen, Schweißausbrüche, allgemeine Schwäche, Kopfschmerzen, Halsschmerzen und trockenen Reizhusten gekennzeichnet, kann aber bei jüngeren, gesunden Menschen auch asymptomatisch oder ohne typische Symptome verlaufen.
Daher tragen viele im Medizin- und Pflegebereich Tätige während der Saison unwissentlich zeitweise das Grippevirus mit sich. Ältere und chronisch oder akut kranke Menschen werden durch Kontakt mit den Trägern des Influenzavirus besonders gefährdet: sie tragen das höchste Risiko für u.U. lebensgefährliche Komplikationen durch eine Grippeinfektion. Die Influenzaschutzimpfung für medizinisches und Pflegepersonal kann die Gefahr solcher Infektionen mit möglicherweise schweren Komplikationen bei den betreuten Patienten oder Senioren deutlich vermindern.
Die Wirkung der Influenzaschutzimpfung ist dreifach. Sie bedeutet:
- Schutz der zu betreuenden Patienten, Senioren und Kontaktpersonen
- Schutz der Angehörigen beruflich exponierter Personen
- Persönlichen Schutz von Personen mit beruflich bedingter Exposition
Die Influenzaschutzimpfung ist in der Regel gut verträglich und bietet in den allermeisten Fällen eine gute Übereinstimung mit den saisonal auftretenden Influenzaviren.
Das Robert Koch-Institut und die Arbeitsgemeinschaft Influenza appellieren an Sie: Lassen Sie sich gegen Influenza impfen, um die Ihnen anvertrauten Patienten bzw. Senioren, Ihre Familie und sich selbst wirkungsvoll vor Influenza zu schützen. Ab Mitte September werden Krankenhausbetriebsärzte umfangreiches Informations- und Aufklärungsmaterial zur Influenza-Schutzimpfung und Durchführung von Impfaktionen erhalten. Auch die niedergelassenen Ärzte werden dazu aufgerufen, dieses Jahr wieder Impfaktionen für Mitarbeiter durchzuführen.
(Quelle: Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, 14.08.2003)
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