"Der Frankfurter Oberbürgermeisterin scheint entgangen zu sein, dass die sogenannten freien Berufe keine Gewerbe sind. Dies trifft insbesondere für die Ärzte zu, bei denen dies in der Bundesärzteordnung festgelegt ist": Mit Erstaunen reagierte der Präsident der Landesärztekammer, Dr. Alfred Möhrle, auf Petra Roths Forderung nach einer "Revitalisierung der Gewerbesteuer".
Kern des Vorschlages der Präsidentin des Deutschen Städtetages ist, die Steuerpflicht auf Freiberufler wie Ärzte, Architekten und Rechtsanwälte auszudehnen.
"Würden die Kommunen nämlich Gewerbesteuer von den Freiberuflern verlangen, hätte dies eine Verteuerung aller Dienstleistungen zur Folge. Gerade angesichts der finanziellen Schwierigkeiten, mit denen unser Gesundheitswesen zu kämpfen hat, wäre es fatal, die Forderung von Frau Roth in die Tat umzusetzen", betonte Möhrle: Fatal vor allem für den Patienten, der mithelfen solle, das Stadtsäckel zu füllen. "Mit Ihrer Forderung nach einer Gewerbesteuer hat die Oberbürgermeisterin aus meiner Sicht voll daneben getroffen", erklärte Möhrle.
(Quelle: Landesärztekammer Hessen, 22.05.2002)
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