Die Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern eskalieren seit über einem halben Jahr. "Angesichts der gravierenden Verletzungen ethischer Grundnormen und der Grundprinzipien der Genfer Konvention und der Haager Landkriegsordnung dürfen Ärztinnen und Ärzte nicht länger schweigen", sagte Dr. Maria E. Fick, Vizepräsidentin und Menschenrechtsbeauftragte der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK).
Aus ärztlicher Sicht kann nicht länger hingenommen werden, dass:
- der Zivilbevölkerung der Zugang zur Wasser- und Nahrungsversorgung verwehrt wird und auch häufig der Zugang zu ärztlicher Versorgung versagt bleibt,
- Ärzte und Sanitäter beschossen und getötet werden,
- Ärzte und Sanitäter an der Bergung und Versorgung Verwundeter behindert werden,
- die Zivilbevölkerung durch Selbstmordanschläge aber auch durch militärische Eskalationen in Angst und Schrecken gehalten wird,
- Krankenwagen im Einsatz nicht durch umkämpfte Grenzgebiete und -sperren fahren können und
- Krankenwagen zum Transport von Kriegsmaterial missbraucht werden.
Die Grundlagen für eine funktionierende medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten in Israel und Palästina sind Frieden und die Zusammenarbeit aller, die für die Versorgung der Menschen dieser unglücklichen Region verantwortlich sind.
(Quelle: Landesärztekammer Bayern, 21.05.2002)
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