Die Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern befragt derzeit sämtliche 2.713 Klinikärzte und 222 Ärzte im Praktikum (AiP) ihres Kammergebietes zur Arbeitsplatzsituation in den Akut- und Rehabilitationseinrichtungen. Damit wird es erstmals einen umfassenden und detaillierten Überblick zur Berufsrealität in den insgesamt 88 Kliniken des Landes geben.
„Wir brauchen verlässliches Zahlenmaterial, um uns nicht nur an statistischen Eckdaten und persönlichen Erfahrungswerten zu orientieren.“ so der Kammerpräsident Dr. Andreas Crusius. „Schließlich gilt es, auch fach- und altersspezifische Besonderheiten der verschiedenen Ärztegruppen zu berücksichtigen. Der Datenpool wird dann Grundlage unserer Konzepte gegen den drohenden Ärztemangel sein, damit schematische Lösungen, die letztendlich an der Realität vorbeigehen, vermieden werden.
Gleichzeitig kommen, und das ist mir sehr wichtig, unsere Ärzte als Betroffene selbst zu Wort, so dass sie den Meinungsbildungsprozess aktiv mitgestalten können. Der hohe Rücklauf binnen weniger Tage zeigt, dass sie sich dieser Verantwortung bewusst sind“
Auf dem sechsseitigen Fragebogen werden die Ärzte vor allem zur beruflichen, fachlichen und betriebsinternen Situation interviewt.
Thematisiert werden unter anderem Fragen der Arbeitszeit, der Vergütung, der Fortbildung oder der Kooperation mit den Berufskollegen.
Weitere Erhebungen unter den Geschäftsführungen der Kliniken und bei ca. 400 Institutsmedizinern sind geplant und werden das statistische Gesamtbild abrunden.
(Quelle: Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, 17.05.2002)
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