Der Prävention und der Früherkennung des Darmkrebses kommt eine Schlüsselrolle bei dieser Erkrankung zu. Davon ist Dr. H. Hellmut Koch, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK), fest überzeugt. Anlässlich der Kampagne "Darmkrebs-Monat März" lobte er die Aktivitäten des Bayerischen Gesundheitsministeriums gemeinsam mit der Felix Burda Stiftung und der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB). Die Aktion wird auch von der BLÄK unterstützt.
Der Präsident forderte alle Ärztinnen und Ärzte auf, aktiv zu werden und die Patientinnen und Patienten über die Ursachen dieser Erkrankung aufzuklären. Dabei seien vor allem auch die Ernährungs- und Lebensgewohnheiten anzusprechen. "Patientinnen und Patienten, die sich falsch ernähren, wenig Gemüse und Obst, aber viel tierisches Fett und Eiweiß zu sich nehmen und sich wenig bewegen, sind zur Risikogruppe zu zählen", sagte Bayerns Ärzte-Chef. Er ermunterte seine Kolleginnen und Kollegen dazu, auch auf den Okkultbluttest hinzuweisen, der im Rahmen der Kampagne "Darmkrebs-Monat März" in Form von Testbriefchen verteilt wird.
"Darmkrebs", so Koch, "entsteht nicht von heute auf morgen". Er entwickelt sich aus Vorstufen und kündigt sich an. Blut im oder auf dem Stuhl kann ein solches Alarmzeichen sein. Aber auch unspezifische Beschwerden wie krampfartige Bauchschmerzen, Durchfall und/oder Verstopfung und unfreiwilliger Gewichtsverlust können eine Darmkrebserkrankung anzeigen.
Bei kaum einer Krebsart könne so gründlich vorgebeugt werden wie bei Darmkrebs. Früherkennung ist möglich. Ein frühzeitig entdeckter Darmkrebs könne in 90 Prozent der Fälle geheilt werden, so der Präsident.
Jeder ab dem 50. Lebensjahr kann an den Früherkennungs-Untersuchungen zu Darmkrebs teilnehmen und den Stuhl auf verstecktes Blut untersuchen lassen.
(Quelle: Landesärztekammer Bayern, 21.03.2002)
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