KBV-Chef hält die geplante Anbindung des Honorarniveaus an die Wirtschaftskraft der Region
für kontraproduktiv.
Die Gesundheitsreform könnte den Ärztemangel in den östlichen
Bundesländern verstärken. Davor warnt KBV-Chef Dr. Andreas Köhler.
Drei Gesetzesbestimmungen hält Köhler für besonders kritisch. Als "absolut absurd"
bezeichnete er die Regelung, wonach die Honorare der niedergelassenen Ärzte an die
regionale Wirtschaftskraft eines Landes gekoppelt werden sollen. "Das wird die Abwanderung
der Ärzte aus den neuen Ländern verschärfen", sagte der KBV-Chef bei der
Vertreterversammlung der KV Brandenburg.
Denn die Kopplung der Honorare an die Wirtschaftskraft bedeute niedrigere Punktwerte bei
höherer Morbidität.
An dieser Regelung, die auf Druck aus den südlichen Bundesländern ins
Reform-Gesetz aufgenommen wurde, haben die Chefs der Ost-KVen einschließlich Berlins
bereits mehrfach heftige Kritik geäußert.
(Quelle: Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, 01.01.2001)
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